Freitag, 12. August 2016

{Das Hefeteig 1x1} Meine 15 ultimativen Hefeteigtipps

 
Im März/April dieses Jahres hatte ich das Hefeteig 1x1 gestartet und euch so richtig in Hefeteiglaune gebracht. Ihr habt Teig geflochten bis zum geht nicht mehr und mit unzählige tolle Fotos zu gesendet. Wer es verpasst hat findet hier die Anleitungen Klick! Neben den Foto kamen aber auch unzählige, schon fast verzweifelte Emails bei mir an. Warum geht bei mir der Hefeteig nicht auf? Warum bringe ich keine gleichmässigen Stränge ausgerollt? Trocken oder Frische Hefe? Wie lange muss ich den Hefeteig backen? Ich habe mir eure Fragen notiert und habe nun meine Tipps für Euch zusammen gefasst.
 
Mein 15 ultimativen Hefeteigtipps

1. Für mich der aller wichtigste Tipp ist schliesst alle Türen und Fenster, denn der Hefeteig mag überhaupt keine Zugluft. Die Temperaturschwankungen verhindern die Arbeit der Hefe.
 
2. Vergiss die Trockenhefe, verwendet nur Frischehefe. Meiner Meinung nach arbeitet die Frische besser als die Trockenvariante. Wusstest du, dass du frische Hefe einfrieren kannst? Ich habe immer welche im Gefrierschrank. Wenn ich sie benötige nehme ich sie heraus, und befreie sie vom Papier und lege sie in eine Tasse zum auftauen. Das Auftauen ist zirka nach 30Min erledigt und die Hefe ist nun flüssig, darum in eine Tasse geben. ;)

 
3. Verwendet nicht zu viel Hefe, dass kann ganz schön hinten raus gehen. Die Hefe hört auf zu Arbeiten oder auch der Geschmack wird von der Hefe beeinflusst. Wenn du einen Hefeteig ist der irgendwie einen Beigeschmack hat (mich erinnert er nach Bier) dann war definitiv zu viel Hefe im Teig. 1 frischer Hefewürfel oder 2 Päckchen Trockenhefe reicht für 1kg Mehl. Also übertreibt es nicht.
 
4. Ich erwärme meine Milch/Wasser, so dass die Hefe gleich Betriebsbereit starten kann. Seit aber Vorsichtig, denn die Hefe stirbt ab wenn sie über 40°Grad hat. Also immer nur Handwarm erwärmen. Tipp: ich er nur etwas Milch/Wasser und "lösche" sie ab mit der Restlichen. Wenn du dir aber nicht sicher bist gibt es digitalen Küchenthermometer*, dann bist du auf der sicheren Seite.
 
5. Egal ob süsser oder herzhafter Hefeteig muss die Hefe Zucker haben, ansonsten kann sie nicht arbeiten.
 
 
6. Macht einen kleinen Vorteig. Siebe das Mehl in eine Schüssel, mach eine tiefe Mulde hinein. Gibt die Hefe-Zucker-Milch hinein und bedecke es mit etwas Mehl. Lass das ganze für 15 Minuten zugedeckt ruhen und denke an die Zugluft! Nach der Ruhezeit sollte die Hefe bereits am arbeiten sein und Luftblasen gebildet haben.
 
7. Kneten, kneten, kneten. Wer ein Hefeteig von Hand macht braucht Ausdauer, denn man sollte ihn mindesten 10 Minuten kräftig Kneten. Am Anfang etwas sanfter bis sich der Kleber im Mehl verbunden hat, sobald es eine gleichmässiger Teig ist, darf es richtig kräftig sein. Lass die ganze angestaute Wut hinaus. Nimm in hoch und klatsche in mit ganzer Kraft auf die Arbeitsfläche zurück. Ja, dass braucht unser Hefeteig, der mag es richtig tolle. Mit Hilfe der Küchenmaschine ist es wesentlich einfache, zuerst lasst du ihn ebenfalls auf kleiner Geschwindigkeit laufen bis sich der Kleber verbunden hat, danach darfst du ihn so richtig durch die Schüssel fetzen lassen.
 
8. Gib in eine grosse Schüssel hinein und decke ihn zu. Früher verwendete ich immer ein Küchentuch, heute nehme ich eine Einweg-Badekappe, die ich mehrmals mit einer Gabel zerstochen habe. Natürlich könnt ihr auch einfach Klarsichtfolie verwenden. Vergisst aber nicht einige Löcher zu machen der Teig muss atmen können.
 
9. Der gute Hefeteig darf nun ruhen, aber wo bloss. Sucht ein Plätzchen in der Wohnung wo er es schön warm hat. Vielleicht im Bett unter decke? Nähe einer Lampe? oder so wie ich auf dem Computer im Büro. Aber denkt daran KEIN Durchzug, aber auch nicht zu Heiss (40°Grad und nicht mehr haben wir ja bei Punkt 2 gelernt)
 
 
10. Lass ihn mindestens 45 Minuten ruhen und wenn er noch nicht so weit ist, dann lass ihn noch weiter schlafen bis er aufs doppelte aufgegangen ist.

11. Wenn du gleichmässige Teigstränge rollen willst, dann drücke dein Finger nach oben, so kommt der Handballen schön heraus. jetzt drückst du gleichmässig auf den Teig und rolle ihn hin und her. Immer von der Mitte nach Aussen. Wenn du Aussen angekommen bist dann beginnst du wieder in der Mitte. Denk daran immer gleich viel Druck verwenden.
 
12. Wenn du ihn in die gewünschte Form gebracht hast, unbedingt nochmals für 10-15 Minuten gehen lassen, so kann er sich wieder ausdehnen und strecken. Mit diesem kleinem Trick wird er später zu einem luftig, fluffiges Gebäck und bleibt dazu noch länger Frisch.

13. Nach dem Formen streicht man ihn mit Ei ein. Ich verwende gern nur das Eigelb mit etwas Kaffeerahm. Achte darauf, dass du den Hefeteig gleichmässig bestreichst und nicht die Teigzwischenräume mit auffüllst. So wird er im Ofen nicht reissen.

 
14. Wenn er im Ofen ist lass, die Türe zu bis du denkst der Zopf ist fertig. Jedes Türöffnen gibt einen Temperatursturz im Ofen und das mag der Hefeteig so gar nicht. Also hab Geduld.

15. Nun ist der entscheidende Moment gekommen. Die ganze Wohnung duftet nach frischen Hefeteig und du darfst einen wunderschönes bräunliches Hefeteiggebäck ihm offen begutachten. Nun stellt sich die Frage ist es auch durchgebacken? Das kannst du überprüfen indem du den Backofen öffnest, das Gebäck auf die Seite drehst und einen Klopftest machst. Hört es sich Hohl an dann ist er fertig und darf sich nun auf einem Gitter abkühlen. Wenn nicht ganz schnell wieder die Türe zu und nochmals weiter Backen und der Test wiederholen. Lässt ihn nicht zu kurz drin oder auch nicht zu lange. Zu kurz bedeutet er ist noch roh und Klumpig in der Mitter, zu lange ist er dann meist trocken und schnell Hart.

Ich hoffe, ich hab dir nun alles verraten und du bist ab sofort eine Hefeteig Spezialist/in und werdet für euch die grosse Hefeteigliebe finden. Wenn du nun auf Rezeptesuche bist wirst hier ein paar leckere Rezepte finden: Hefeteig, Brioche ..

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Bis bald,
eure Marlene
 
 
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