Mittwoch, 6. Juli 2016

{Travel} Westaustralien: Australiens Südwesten

Australien, ich liebe Australien. Ich hab schon als kleines Kind mein Herz an den roten Kontinent verloren, obwohl ich nie da war. Ich mochte schon immer die Vielfallt, die spezielle Tierwelt und war ganz Fasziniert von den Aborignals. Ein Kontinent mit so vielen Facetten. Von der "Öde" des Outback, über den tropischen Regenwald, zum grössten Reef der Welt bis zu den Schneebergen im Winter. Ich sog alles in mich auf, was ich nur finden konnte. Zeitschriften, Dokus oder Bücher. Ich stellte mir Australien in meiner Phantasie als so ein gigantisches Land vor, dass ich unbedingt eines Tages bereisen will wenn ich gross bin. In der Zwischenzeit durfte ich das Land bereits zwei Mal für mehrere Wochen erkunden, dabei verliebte ich immer mehr und beim Abschied nehmen liefen jedes Mal so einige Tränen. Down Under ist noch viel schöner als ich es mir jemals vorstellen konnte. Bei jedem Strand denkst du, jetzt bist du am schönsten Ort der Welt, aber man wurde immer wieder des besseren Belehrt, denn der Nächste war noch viel schöner als der zuvor. Einfach nur Wahnsinn. Nicht nur die Natur und Fauna hat es mir angetan. Nein, auch die Bewohner des Landes. So offen, hilfsbereit und freundlich. Schnell ist man im Kontakt und Schwups sitzt man bei einem gemütlichen Barbie (australischer Slang für ein BBQ) zusammen und geniesst das Leben. Ich könnte, dir noch Stunden lang, erklären warum ich Australien liebe und es regelrecht vermisse, wie kein anderes Land der Welt. Ich nehme euch mit auf eine Tour durch einen kleine Teil Westaustraliens. Einer einzigartigen, faszinierenden Natur die einfach den Atem raubt und so vieles schönes parat hält. Irgendwie lief der Post aus dem Ruder und ich schrieb und schrieb, so kam der Zeitpunkt aus dem einem Blogpost eine 3teilige Westaustralien Serie zu machen. Lehnt euch zurück und geniesst die Reise. Ich hoffe ich kann Dich auch in den Australischen Bann ziehen..


Von Esperance nach Perth
Roadtrip: Die Route

1700km fuhren wir mit unserem Auto durch den Südwesten von Esperance bis nach Perth. Eine Route, die nicht Abwechslungsreicher sein konnte. Von einem Traumstrand zum Nächsten. Über Highways, geteerte Strassen mit Schlaglöchern bis hin zu Schotterstrassen. Alles war dabei. Wir sogen jeden Moment auf und waren stets gespannt was für ein Abenteuer auf uns wartete. Für die Route sollte man mindestens 14 Tage einrechnen, da es einfach so viel zu erleben gibt.

Esperence

Esperence ist eine süsse, kleine Stadt mit allem was man zum Leben braucht. Die Gelassenheit der Einwohner spürt man und über die Schönheit der Stadt muss man gar nicht reden, sondern jeden Moment geniessen und in sich hineinsaugen. Genau das Richtige nach einer langen Fahrt durch das Outback. Der Ocean Drive beginnt mitten in der Stadt und lässt sich bequem mit dem Auto oder Velo befahren. Er führt einem an 10 unterschiedlichen Stränden vorbei, wo jeder einlädt zu baden. Die einen etwas ruhiger, die Anderen etwas Rauer und die anderen sind nur über ein Treppe erreichbar. Aber alle haben eine Gemeinsamkeit. Weisser Sandstrand und Azurfarbenes Wasser. Am Schluss der Route kommt man am Pink Lake vorbei, der an heissen Tagen sich Pink verfärbt. Bei uns war dies leider nicht der Fall.




Le Grand  Nationalpark

Jeder kennt dieses Foto, wo Kängurus am Weissen Sandstrand sonnen und im Hintergrund das wunderschöne azurfarbene, kristallklare Meer zu sehen ist?  Diese Fotos entstehen im 50km östlich gelegener Cape LeGrand Nationalpark. Der Park gehört zu den spektakulärsten Westaustraliens und bietet mit „Lucky Bay" einen der schönsten Strände des ganzen Landes. Die Lucky Bay wurde sogar zum weissesten Sandstrand von ganz Australien gekürt. Ein Place to be. Aber auch die anderen Buchten sind nicht ohne. Hellfire Bay, Thistle Cove und der le Grand Beach. Es lohnt sich wirklich einen Abstecher zu machen in die Region von Esperance. Am besten erkundigt lässt sich der Nationalpark mit einem 4x4 Auto. Wer keines hat, kann sich in der Stadt eins Mieten.









Ravensthorpe/Fitzgerald River National Park
Ein Minus Punkt gibt es, die meisten Strasse sind nicht geteert und somit sind oftmals die Mietauto nicht dafür versichert.  Wir haben trotzdem uns gewagt und sind durch gefahren. Die Strassen sind zwar für 2WDs (Autos mit Zweiradantrieb) freigegeben und sind Einbahnstrasse, trotzdem sollte man vorsichtig fahren. Die Dirty Road überquert das eine oder andere Reptil. Immer schön die Augen offen halten. Im Frühling ist blühen die Wildblumen und das Outback zeigt sich von seiner bunten Seite. Typisch für die Gegens ist die seltene Hakea Victoria mit seinen unterschiedlichen Gelb und Rot Färbungen.

Denmark/Williams Bay Nationalpark


Nach der Stadt Denmark beginnt bald der Williams Bay Nationalpark. Dort findet man die schönsten, natürlichsten Schwimmbäder. Der Weisse Sandstrand und das türkisfarbene Wasser wird geschützt von runden Felsbrocken und lädt zum schwimmen und schnorcheln ein. Der Weg lohnt sich definitiv der Lookout ist grandios und kleine Wanderung zu den Elephant Rocks ist abenteuerlich. Die Elephant Rocks Felsen sehen echt aus wie eine Herde Elefanten von hinten.



Pemperton / Karri Nationalpark / "Valley of the Giants"

Wolltest du schon immer mal hoch in den Baumkronen einen Spaziergang machen, dann ist in Pemperton genau richtig. Das "Valley of the Giants" verratet es bereits, dass es hoch hinaus geht, denn die bis zu 90m hohen Red Tingle Tree gehören zu den grössten Bäumen der Welt. Im Park kann man zwei Spannende Routen absolvieren. Einmal geht es hoch auf den Tree Top Walk über Hängebrücken von Baum zu Baum. Dabei hat man das Gefühl man läuft direkt auf den beweglichen Ästen der bis zu 400 Jahren alten roten Eukalyptusbäumen, aber keine Angst die Brücke schwingt nicht wirklich, sondern man ist bloss in einer Illusion. Wer über die Brücke geht, sollte definitiv Schwindel und Höhenangst frei sein. Der zweite Wanderweg führt unten am über Holzweg am Boden entlang. Man findet so einige interessante Exemplare, den die Eukalyptusbäume sind magisch.  Eine Besonderheit dieser Eukalyptusbäume ist nämlich, dass ihre Versorgung nicht im Inneren, sondern unter der Rinde stattfindet. Jagt ein Buschfeuer durch den Wald, was regelmäßig vorkommt, brennen die Bäume aus, aber leben trotzdem weiter. So entstehen die grossen Baumhöhlen am Fusse.










Augusta/Cape Leeuwin

Augusta ist eine Kleinstadt mit ca 1300 Einwohnern und liegt an der Spitze des Südwesten von Western Australia. Dort treffen das Südpolarmeer und der Indizische Ozean aufeinander am Cape Leeuwin. Ich bildete mir ein, dass man genau sieht wo sich die beiden Meere aufeinander treffen. Geprägt von starken Wind und rauer See steht der Leuchtturm wie eine Eins auf der Klippe.  Mit einem Audio Guide Rundgang erfährt man viel über diesen Historischen Ort, Seefahrer und untergegangene Schiffe. Haltet auch hier Ausschau nach Delfinen und Walen. Nehmt ein gutes Fernglas mit.





Dungsbourogh

Bist du im Frühling in Dunsborough muss man unbedingt eine Whale Watching Tour teilnehmen. Es war die Beste, die ich jemals erlebt habe. Wer die günstigere Variante bevorzugt, macht einen Abstecher zum Cape Naturalist Lighthouse und hält da Ausschau nach Walen. Die fantastischen Strände in der geschützen Geograph Bay laden zum abzukühlen ein.  Bunker Bay eignet sich hervorragend zum Schnorcheln.




Busselton

Busselton ist ein kleines Städtchen, das berühmt ist für ihre Jetty. Wer jetzt denkt es ist wie jede andere Steg am Hafen irrt sich, den Jetty in Busselton ist 1,8km lang und die längste aus Holz auf der südlichen Halbkugel. Sie ist von türkisfarbenem, glasklarem Wasser umgeben. Um die Jetty zu erkunden gibt es zwei Möglichkeiten, ihr könnt zu Fuss bis zum Ende gehen oder euch von einem kleinen Zug fahren lassen. Am Ende gibt es ein Unterwasserobservatorium, dort geht es acht Meter tief bis zum Meeresboden und durch die Fenster könnt ihr das subtropische Korallenriff betrachten, ohne nass zu werden.


Rockingham / Pinguin Island

Die Pinguin Island ist klein, touristisch aber dennoch wie immer Natur pur. Nach dem Ticket kauf wird man der nächsten Fähre zu geteilt und wird in einer 10 Minütiger Fahrt auf die Insel gebracht. Zuerst wird man ins Pinguin Sanctuary geführt und erhält Infos über die kleinsten Pinguine der Welt und die Insel. Leider waren bei uns alle Pinguine ausgeflogen zum fressen. Die kleine Insel lässt sich bequem zu Fuß bei einem kleinen Spaziergang erkunden. Wunderschöne Picknick Plätze sind vorhanden, aber man muss alles selber mit bringen und wichtig der Abfall kann man erst auf dem Festland wieder entsorgen. Diverse Mövenarten, Pelikane, Robben und Seelöwen können beobachtet werden. Wie überall kann man sich auch hier im Kühlen nass abkühlen. Als Zusatzpaket zur Fähre gibt es noch einen kleinen Ausflug zu Seal Island zu kaufen. Mit dem Glasboden-Boot geht's dann zu der kleiner Nachbar-Insel wo einem Seelöwen erwarten. Unterwegs wird dabei nach Delfinen Ausschau gehalten.









Wie es weiter geht? Das erfahrt ihr im nächsten Teil der Artikel-Reihe "Westaustralien".
Bis dahin schönes Fernweh
Eure Marlene

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