Donnerstag, 18. September 2014

Fernweh: Alaska Teil 2

Heute kommen wir wirklich zum letzten Teil unserer Reise, wer die letzten 3 Post verpasst hatte könnt ihr gerne nach lesen, denn es lohnt sich.. (Canada Teil 1, Canada Teil 2 und Alaska Teil 1)
 
Wir verliessen den Denali Nationalpark im Herzen von Alaska und fuhren auf dem Highway Richtung Anchorage zurück, da braucht man kein Navi, denn man verfährt sich mit Sicherheit nicht.
 
Auf dem Weg machten wir noch bei Martin Buser (er ist ebenfalls Scheizer) halt und besuchten seine Happy Trails Kennels. Martin Buser fährt, das grösste Hundenschlittenrennen der Welt mit, dem Iditarod Race. Der Start liegt in Anchorage, 8 bis 10 Tag und 975 Meilen später treffen sie in None ein. Martin Buser gewann bereits 4 Mal dieses Rennen.
 
 
Das Erste was auffällt ist bei der Vorführung, wie Martin seine Hunde liebt, hegt und Pflegt. Er kleidete den Hund ein und erklärte uns welcher Überzug, welche Funktion besitzt. Am Schluss stand die süsse Pinapple mit T'Shirt und Socken da. Jede Schicht die er seinem Hund anzieht ist gleichzeitig mit einem  liebevollen Streicheln verbunden. Vor einigen Jahren lies er sich Filmen während der Vorbereitung und dem Rennen, so entstand ein wundervolle Dokumentation über das Iditarod Race und die Hunde. Ich ziehe mit vollem Respekt den Hut über diese Menschen und Hunde, es ist unglaublich was sie leisten.

 
 
Am Schluss durfte ich noch einen 6 Wochen alten Welpen halten, am liebsten hätte ich ihn eingepackt. So Süss..
 
 
Zurück in Anchorage (das erste Foto ist die Skyline der grössten Stadt von Alaska)  machten wir noch bischen Sightseeing, genau genommen eine Stunde. Viel zusehen gibt es nicht, was will man auch in der Stadt, wenn die Natur so schön ist? Genau man geht ins nördlichste Hard Rock Cafe der Welt und den Lake Hood, einer der grössten Wasserflugzeug-Flughafen der Welt. Täglich Starten da mehr als 800 Flugzeuge, die Flug-Firmen dicht gedrängt am Ufer und diverse Privat-Flugzeuge in den Minihangars. Denn in Alaska hat jeder 3. einen Flugschein. Fliegen ist nun mal der einfachste Weg von A nach B und es gibt überalle gute Landungsmöglichkeiten, im Winter werden die Schwimmer einfach durch Skies ersetzt und somit werden die Flüsse und Seen zu riesigen Landebahnen.
 


 
Einige Fragten mich seit dem letzten Post wie ist den das Wetter in Alaska. Meine Antwort: unberechenbar. Wenn man jemanden fragt der in Alaksa lebt wie das Wetter heute wird, dann kommt stets die Antwort: Schau jetzt hinaus und nochmals 5 Minuten später. Man weiss nie wie der Tag wird. Im Sommer haben sie Höchstwerte von 20° Grad und im Winter mal gerne -60°Grad. Also sei immer für alles gerüstet, ist die Devise. Je nach dem kann es schnell mal einen Temperatursturz geben von über 20 Grad.
 
 
Nun begann unser dritter Teil der Reise. Mit der Norvegian Sun schipperten wir von Anchorage nach Vancouver. Scheut euch mal dieses Haus an, ist das nicht toll?
 
 
Der Tag war kalt, grau, nass und das Meer ziemlich rau. Ein perfekter Start also um das Schiff zu erkunden. Ich musste mich beherrschen, dass ich nicht laut los schrie. Ich glaubte am Anfang meine Augen nicht, aber es war wahr. Carlos Bakery.... Jetzt denken bestimmt einige, ich hab eine an der Waffel die ihn nicht kennen, dass ist DER Konditor und Tortendesigner aus den USA...



 
Es war ja klar ich musste was probieren und es musste definitiv Red Velvet sein. Da es nicht wirklich Frisch war, war es etwas trocken und die Cream Cheese Zuckersüss, es wird definitiv kein vergleich dazu sein, wenn man etwas im Shop in Hoboken in New Jersey. Egal, Ich hab was von Carlos Bakery gegessen. ;)

 
Nach einem langen, welligen Seetag durch das offene Meer vom Golf von Alaska kamen wir in der Inside Passage von Alaska an. Das Meer war nun so ruhig und links und rechts die Küste.


Der erste Hafen den wir anliefen war Icy Strait, ein Krabbenfischerdorf. An Imbissbuden wurden Eis- und Königskrabben gekocht  und ist ein ganz kleines Dorf mit vielen Ureinwohnern von Alaska. Wir hatten eine Whale watching and Bear/wildlife search gebucht und wurden definitiv Fündig. Buckelwale, Otter, Bär und Reh begrüssten uns in der einmaligen Natur.






 
Nun habe ich für euch 2 kleine Rätsel. In Alaska heisst es immer Augen offen halten, man weiss nie was sich hinterm nächsten Baum versteckt. Bei den nächsten zwei Foto ist jeweils ein Tier versteckt. Ich verrate mal so viel,  auf einem Bild ist es ein Reh und beim anderen einen Braunbär.
Viel Spass beim Suchen..


 
Und wie sieht es aus? Habt ihr es gefunden?
Lösen wir mal auf:
 
Beim ersten Bild ist ein Rehversteckt im hohen Gras und zwar mitten im Bild.
 
 
Beim zweiten Bild versteckte sich ein knuddliger Braunbär und war zirka 3 Meter Entfernung von dem Stein, wo er sich nachher in stolzer Gösse aufrecht zeigt.


 
Zugegeben das war nicht leicht. Am nächsten Tag dockten wir in Juneau an, der Tag begang mit Sonne und somit konnte er nur perfekt werden. Für heute buchten wir eine Photosafari. Mit einem kleinen Boot fuhren wir mit 10 Passagieren auf Meer hinaus. Das erste Ziel war eine kleine, unscheinbare Insel. Je näher man kam desto Interessanter wurde sie und die Kameras klickten nur noch, den auf der Inseln wohnt eine Familie von Weisskopfseeadler.


 
Das rechte Foto ist eines meine Liebsten auf der ganzen Reise. 
Das Highlight des Tages kam jetzt. Whale watching time.. Ich habe schon Buckelwale in Kalifornien und Hawaii beobachtet, aber dieses Mal war wieder so speziell und ganz anderst als zu vor. Um uns waren mindestens 6 Tiere, die abtauchten oder einfach Mal an der Oberfläche sich Sonnten. Es war einfach nur WOW... Nun haben wir die Buckelwale auf ihrer ganze Reise beobachten dürfen..






 
Zurück am kleinen Hafen von Juneau wandertet wir durch den Wald zum Mendenhall Lake und Gletscher. So verwunschen der Wald auch ist, man wird immer schön aufmerksam gemacht. Ich hoffe nicht, dass ihr nun denkt das Alaska so gefährlich ist. Alaska ist Abenteuer und Freiheit pur und dazu wunderschön.







 
Bevor wir zurück fuhren zum Schiff entdeckten wir noch was ganz ulkiges im Baum. Ein Porcupine, also ein Baumstachler, nuschelte irgendwas auf dem Ast herum.
 
Am Abend legte das Kreuzfahrtschiff  bei schönsten Wetter ab und wir genossen den Abend und die Aussicht mit vollen zügen. Beim Abend essen ergatterten wir einen Fenster platz und genau an dem Abend hatte ich keine Kamera dabei. Wir sassen friedlich beim Abendessen und auf einmal schwamm eine kurze Zeit ein Buckelwal neben uns her..  Ein perfekter Tag ging zu Ende.
 

 
Am nächsten Tag hatte das Wetter wieder gedreht. Kalt und Nass. Wir sind ja Wetterfest und stehen trotzdem draussen und geniessen die Aussicht. Heute stand ein Fjord erkundung auf dem Programm mit dem grossen Dampfer. Der Glacier Bay und Sawyer..


 
Auf den Eisbergen rastetet Weisskopfseeadler und Robben.


 
Unzählige Wasserfälle strömten nieder.


Am nächsten Tag legten wir in Skagway an und fuhren Tour nach Kanada, genau genommen nordwestlichen Staat von Kanada den Yukon. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit und so wurde ein langer Tag. Wir besuchten den kleinen Ort Carcross, da befindet sich die „kleinste Wüste der Welt" Carrcross Dessert. Der Emerald Lake sei anscheinend bei Sonnenschein wunderschön in diversen Grüntönen gefärbt, man kann es bei schlecht Wetter auch ein bisschen erahnen. Am Schluss durften wir ein letztes Mal ein wunderschönen Schwarzbär beobachten, der spielend in einer Blumenwiese sich pudelwohl fühlte.




 
 
Der letzte Tag auf der Norvegian Sun war ein Seetag. Er begang wieder etwas Rau, da wir auf offenes Meer vom Nordpazifik entlang fuhren, aber am Nachmittag zeigte sich die liebe Sonne sich von der schönsten Seite und wir fuhren hinein in die Inside Passage vom kanadischen Festland und Vancouver Island. Das Meer spiegelglatt, so das sich die Hügel und Wälder sich im Meer spiegelten. Zwischen durch entdeckten wir Delfine und Schweinswale. Der Sonnenuntergang war wunderschön.


 
 


 
Am nächsten Morgen stand ich um 6 Uhr auf, ich wollte es nicht verpassen. Der Sonnenaufgang und die Einfahrt in den Hafen von Vancouver. Schliesslich hatten wir ja, diese Kreuzfahrt und Reise nach Alaska nur wegen diesem Hafen gemacht. Um 6.15 Uhr stand ich nun ganz alleine auf der Aussichtsterrasse. Ich war 20 Minuten ganz für mich und konnte das Naturschauspiel geniessen bevor weitere Gäste verschlafen auftauchten. Langsam kam dann Vancouver zum Vorschein und zeigte somit an, dass eine weitere Traumreise zu Ende geht.
 

 

 



 
Wieder festen Boden unter den Füssen verbrachten wir noch eine wunderschönen Tag in Vancouver zum shoppen. Wir sassen ganz lange unten am Hafen und beobachteten die Schiffe, Wasserflugzeuge und die Wasservögel. Dabei Erinnerten wir uns zurück, was wir alles unglaubliches erlebt haben in den 3,5  Wochen, stets das Glück auf unserer Seite, Gesund und Munter, aber stellten auch fest, dass wir etwas tolles wieder mit nach Hause nehmen dürfen. Eine gemeinsame Erinnerung die uns niemand nehmen kann..
In dem Sinne,
schönes Fernweh
Eure Marlene
 

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