Montag, 8. September 2014

Fernweh: Alaska Teil 1

 
Nun ist doch schon über zwei Monate her, seit ich wieder zurück bin und so langsam, wird es Zeit der letzte Teil der Reise mit euch zu Teilen. Nach dem wir Vancouver erreicht hatten, flogen wir Richtung Norden. Genau genommen zum 61. Breitengard Nord. Nach einem kurzen Flug landeten wir schliesslich in Anchorage/Alaska. Jetzt fragen sich bestimmt einige, wie kommt man auf Alaska.
Ganz einfach, in dem man letztes Jahr am Hafen von Vancouver sass und die Kreuzfahrt schiffe sah.
Naja wir sind eben zwei Weltenbummler, am liebsten Fernab der Zivilisation. Dann ist Alaska doch genau das richtige für uns. Ein Stück Erde, das noch allem wieder trotzt. Alaxsxag wie es in der ein heimischen Sprache heisst, bedeutet nichts anderes als: „Land, in dessen Richtung das Meer strömt“.
Der Bundesstaat hat eine Fläche von 1.481.346 km² und somit gleich 20 % von der gesamt Fläche von den USA. Wahnsinn! Aber was ihr noch wahnsinniger ist, es lebt bloss 0,4 Menschen auf 1km2 und die Männer sind klar in überzahl...

 
 
Mit der Alaka Rail Road fuhren 6 Stunden Richtung Norden bis zur Haltestelle Denali National Park. 6 Stunden Zugfahren ist gar nicht langweilig in Alaska, denn man geniesst mit dem Panorama Zug eine herrliche Aussicht und versucht immer irgendwo ein Blick auf ein Tier zu erhaschen. Wir hatten die Ehre im letzten Wagon zu sitzen und hinten hinaus gehen und die frische Luft zu geniessen. 



 
 
Im Park wurden wir dann zum einer ganz tollen Lodge gebracht, wo wir unser Abteil direkt am Fluss hatten. Ich mag total gerne solche Unterkünfte, was uns aber überrascht hatte, das wir sogar Internet hatten. In der Nacht wurde es ziemlich kalt und war froh um die Gasheizung im Bungalow und wie die Dusche am Morgen war, muss ich euch nicht erzählen. Ich fröstle immer noch..



 
Das Highlight war aber definitiv beim Aufstehen, als eine Elchmama mit ihren süssen Zwillingen auf der anderen Seite des Flusses friedlich grasten. Die Kleinen sind so niedlich wenn sie auf ihren Zahnstocherbeinen umher wackeln.
 


 Da der Park nur ein gewisses Stück selbst befahrbar ist, buchten wir einen total tollen Ausflug. Wenn man die Strassenverhältnisse sieht ist man dankbar bei einem erfahrenen Busfahrer am Steuer hat. Das andere ist noch er weiss auch wo die Tiere sich verstecken und auf was man achten muss. Bei jedem kurzen halt wurden die Fenster wieder gereinigt. Am Ende des Tages war es mehr ein Betontransport wagen als ein Bus.

 
Eigentlich müssten die Blumen im Juni bereits blühen, aber weil das Wetter meinte es müsste vor zwei Wochen nochmals einen Wintereinbruch herzaubern war die Landschaft noch Grün, doch vereinzelte bunte Blümchen zeigten sich von ihrer schönsten Seite.


 
Die Landschaft ist auch ohne Blumen toll. Könnt ihr auf dem nächsten Bild irgendwo ein Haus entdecken oder ein Hütte? Nein? Ich auch nicht. Freiheit Pur. Hinter dem schneebedeckten Berg und Wolke verbirgt sich der höchste Berg der USA. Leider meinte der Mount McKinley müsse seine stolze 6194 Metern nicht zeigen..

 
Nun hab ich ja schon so lange kein Tierfoto gezeigt, dass geht doch nicht.. Darum kommen jetzt Elch, Karibus und Alaksa-Schneeschafe zu ihren grossen Auftritt...


 

 
 
Wie ihr bereits in den letzten zwei Fernweh-Posts ( hier und hier) gelesen habt, haben wir unwahrscheinliches Glück das wir Bären sehen.
 
 
Diese zwei Genossen kamen urplötzlich aus dem Gebüsch und präsentierten sich gemütlich auf der Wiese. Die Grizzlies liefen umher, frassen Beeren, legten sich hin und machten Unfug mit einander. Überglücklich fuhren wir weiter. Auf einmal war das ein zottliger Grizzly im Beerenfeld, keine 20 Meter von uns entfernt. Der Tag konnte kaum noch besser werden und mit soviel Glück hatte niemand gerechnet.


 
 
 
Überglücklich machten wir uns auf den Rückweg eine 3 stündige Fahrt hatten wir vor uns und wir begegneten noch so einigen weiteren Elchen, Karibus und Schafen. Ein weiteres Highlight war für die Amerikanern ein Fuchs, unvorstellbar aber war. Sie flippten fast aus. Wir verstanden die Welt nicht, bis uns jemand erklärt hat, dass sie so zusagen keine Füchse haben. Wir so kommt zu uns und wir zeigen euch jeden Abend 10.. =)
Nun ja, es war schön zu sehen wie sie sich freuten, aber ein paar Kilometer weiter freuten wir uns mit. Den es gab da ein kleinen Bach, der die Strasse überquerte. Natürlich war nicht das was wir sahen, es gibt auch kein Bild vom Bach. Sondern ein Bild von einem Grizzly. Ich war froh das wir im Bus waren und nicht am wandern, er lief gemütlich bei uns am Bus vorbei, blieb stehen und putze sich seine Klauen. 
 


 

Der Tag war einfach Perfekt, wär hätte gerechnet das wir 4 Grizzlies vor die Linsen bekommen..
Der Abend liessen wir mit neuen Freunden in einem lustigen Abendessen in der Alaka Cabin Nite voll enden.
 

 
Mit frischem Lachs, Spareribs, Mais und Bohnen verabschiede ich mich heute, denn ich hab mich entschieden es gibt noch ein 4. Teil. Die Reise ist noch lange nicht vorbei, denn der wundervolle 3. Teil unserer Reise fehlt noch..
 
Ihr dürft gespannt sein...
Bis dahin schönes Fernweh..
Eure Marlene




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